letztes Update: 01.12.2009
ratverwaltung-chronik

Sie sind hier: Startseite > Rat & Verwaltung > Chronik

Vettelschoß Abriss aus der Geschichte (6)

Ortsteil Willscheid

Wahrscheinlich geht der Weiler auf einen Hof zurück, der 1415 in einem Zinsregister Rorich III. v. Rennenberg genannt wird.

1471 kaufte Wilhelm von Nesselrode dem Mandt von Seelbach den halben Hof „Willenschit sambt Zubehör“. 1477 schenkte dessen Sohn Bertram der Kapelle zu Ehrenstein Güter zu Willscheid. 1802 verpachtete der Prior von Ehrenstein den „freiadeligen und geistlichen Hof zu Willscheid“ auf zwölf Jahre an die Witwe Stockhausen. Die Witwe blieb auch Pächterin, als der Hof 1803 an Nassau-Usingen und 1811 an den Fürsten zu Wied kam. 1818 wurde ihr Sohn Anton ebenfalls für 12 Jahre Erbe und Pächter. Als dieser schon 1823 starb, trat seine Frau Elisabeth Stockhausen in den Pachtvertrag ein. Sie heiratete in zweiter Ehe Peter Salz und bewarb sich nach Ablauf der Pachtzeit nicht mehr um einen neuen Pachtvertrag. 1831 wurden die Liegenschaften an 23 Pachtinteressenten aufgeteilt. Gebäude und Hofgrundstück erwarb der Gerichtsschöffe Matthias Schmitz aus Vettelschoß. Nach dessen Tod wurde der Hof 1853 abgerissen. 1659 befanden sich in Willscheid außer dem genannten Hof noch zwei Häuser. 1817 zählte Willscheid 50 Einwohner, 1896 waren es 45.

Nach den Neustädter Kirchenbüchern waren es seit 1660 schon immer 30-50 Seelen. Wahrzeichen von Willscheid war und ist die Bernarduskapelle, die einzige in der gesamten Verbandsgemeinde erhaltene Fachwerkkapelle.

Sie wird schon 1570, 1683 und 1713 erwähnt. Da die Kapelle dem Gründer des Zisterzienserordens geweiht ist und am Wege zwischen den beiden Abteien Heisterbach und St. Katharinen steht, darf man annehmen, dass ihre Errichtung auf das Betreiben der Heisterbacher Mönche zurückgeht.

Seite: 1 2 3 4 5 6 7

Wappen

seit 1983 gültig.

- Das Flammschwert ist Symbol für den Erzengel Michael,

- das Hufeisen für die frühere Haupterwerbsquelle Landwirtschaft,

- die Basaltsäulen für den Bergbau und die Nachfolgeindustrie.

Geschichte der Gebietszugehörigkeit Vettelschoß

- Im 9.-12. Jahrhundert verschiedenen Gebietsordnungen unterstellt.

- Bereits im 13. Jahrhundert heutige gemeindliche Struktur anlässlich der Klostergründung Heisterbach und St. Katharinen.

- 1344 erste urkundliche Erwähnung.

- 1418 Verwaltungseinheit Hunschaft Lorscheid II, politisch zum Kurfürstentum Köln gehörig.

- 1803 an die Fürsten zu Wied.

- 1806 an die Fürsten zu Nassau-Usingen.

- 1815 an das Königreich Preußen.

- Nach 1945 zu Rheinland-Pfalz, Amt Neustadt Wied.

- Ab 1970 durch Reform zur Verbandsgem. Linz.

 
©2009-2014 Ortsgemeinde Vettelschoß - Telefon: 02645.99270 - Fax: 02645.99281 - info@vettelschoss.de || Drucken - Seitenanfang
Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Informationen.
Einverstanden