letztes Update: 21.06.2019
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Vettelschoß Abriss aus der Geschichte (5)

Ortsteil Oberwillscheid

Bis zum Ende des 19. Jh. bestand Oberwillscheid nur aus dem ehemaligen "Geroltshof", der 1239 erstmals als Lehnsgut der Herren zur Leyen auf Burg Ockenfels genannt wurde. 1439 kam der Hof durch Heirat in den Besitz des Dietrich von Monreal, dessen Nachkommen ihn bis 1623 halten konnten. Dann ging er durch Kauf an den Kurkölnischen Rat und Hofkontrolleur Georg Gerolt über. Der Ackerboden wurde 1669 und später als "gar schlecht" bezeichnet. Der Hof wurde von einem Pächter in "Halvpacht" bewirtschaftet. Neben dem "Obristhof" gab es 1659 in Oberwillscheid noch den "Untersten Hof". Wahrscheinlich wurde das Hofhaus des Obristhofes 1660 neu errichtet. Darauf weist jedenfalls ein Türsturz mit den Wappen der Familien von Monreal und Gerolt hin.

1728 bestand das Gerolt´sche Gut aus einem Haus, Scheune und Stallungen, 34 Morgen Ackerland, 9 Morgen Wiesen und 18 Morgen Busch, davon 11 Morgen Rahmbüsch.
1782 verkaufte die Familie Gerolt den Hof an Gottfried Peter Marnett.

1867 war er an verschiedene Erben aufgeteilt. Die Witwe Elisabeth Jünger geb. Hüngsberg hatte einen Teil des Gutes geerbt. Ihre Nachkommen siedelten sich rund um das alte Gehöft an und stellten noch 1960 den größten Teil der Einwohnerschaft von Oberwillscheid. Eine Besonderheit des Hofes war die im Keller sprudelnde Wasserquelle.

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Wappen

seit 1983 gültig.

- Das Flammschwert ist Symbol für den Erzengel Michael,

- das Hufeisen für die frühere Haupterwerbsquelle Landwirtschaft,

- die Basaltsäulen für den Bergbau und die Nachfolgeindustrie.

Geschichte der Gebietszugehörigkeit Vettelschoß

- Im 9.-12. Jahrhundert verschiedenen Gebietsordnungen unterstellt.

- Bereits im 13. Jahrhundert heutige gemeindliche Struktur anlässlich der Klostergründung Heisterbach und St. Katharinen.

- 1344 erste urkundliche Erwähnung.

- 1418 Verwaltungseinheit Hunschaft Lorscheid II, politisch zum Kurfürstentum Köln gehörig.

- 1803 an die Fürsten zu Wied.

- 1806 an die Fürsten zu Nassau-Usingen.

- 1815 an das Königreich Preußen.

- Nach 1945 zu Rheinland-Pfalz, Amt Neustadt Wied.

- Ab 1970 durch Reform zur Verbandsgem. Linz.

 
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