letztes Update: 01.12.2009
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Vettelschoß Abriss aus der Geschichte (4)

Ortsteil Kalenborn

1209 wird Kalenborn erstmals urkundlich erwähnt. Erzbischof Dietrich von Köln bekundete dem Grafen Dietrich von Cleve seinen Verzicht auf das Wildbannrecht im Walde von „Calenburne“ zugunsten des Stiftes Mariengraden in Köln. Den Rottzehnten verschenkte er an die Probstei Oberpleis. Der älteste Kalenborner Hof war der Katharinenhof am Wege von Schweifeld nach St. Katharinen. 1509 wird er erstmals in den Regesten des Klosters genannt. Es war ein kleiner Hof, der dem Kloster eine Pacht von 4 Sester Hafer und ein Rauchhuhn zu Martini einbrachte. 1641 und 1648 werden Clas und Johan von Kallenborn als Pächter genannt, 1699 Joe von Kahleborn und Thomas Günger, 1755 erscheint der Familienname Kalenborn zum letzten Mal.
1778 findet die Äbtissin Walburga den Hof abgebrannt und öde. Ein Zins konnte nicht mehr erhoben werden. Danach wird über den Hof nichts mehr berichtet. Außer dem Katharinenhof gab es 1660 in Kalenborn noch einen Hof, den Antoniushof. 1817 zählte Kalenborn 99 Einwohner.

Durch den Straßenbau Kretzhaus — Neustadt im Jahre 1860 und durch die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Linz — Altenkirchen 1912 wurde der Ort verkehrstechnisch erschlossen. Die Steinindustrie und ihre Folgeindustrien blühten auf. Die Einwohnerzahl stieg bis 1914 auf 187, blieb bis Ende des zweiten Weltkrieges nahezu konstant und schnellte dann bis 1958 auf 516 Personen an. Das starke Wachstum führte 1958 auch zu einer eigenen Filialkirche, die in ihrer schlichten zweckdienlichen Konstruktionsbauweise Ausdruck des Nachkriegsdenkens ist. Die Einwohnerzahl Kalenborns stieg 1982 auf 951 Personen an.

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Wappen

seit 1983 gültig.

- Das Flammschwert ist Symbol für den Erzengel Michael,

- das Hufeisen für die frühere Haupterwerbsquelle Landwirtschaft,

- die Basaltsäulen für den Bergbau und die Nachfolgeindustrie.

Geschichte der Gebietszugehörigkeit Vettelschoß

- Im 9.-12. Jahrhundert verschiedenen Gebietsordnungen unterstellt.

- Bereits im 13. Jahrhundert heutige gemeindliche Struktur anlässlich der Klostergründung Heisterbach und St. Katharinen.

- 1344 erste urkundliche Erwähnung.

- 1418 Verwaltungseinheit Hunschaft Lorscheid II, politisch zum Kurfürstentum Köln gehörig.

- 1803 an die Fürsten zu Wied.

- 1806 an die Fürsten zu Nassau-Usingen.

- 1815 an das Königreich Preußen.

- Nach 1945 zu Rheinland-Pfalz, Amt Neustadt Wied.

- Ab 1970 durch Reform zur Verbandsgem. Linz.

 
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