letztes Update: 21.06.2019
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Vettelschoß Abriss aus der Geschichte (1)

Vettelschoß

Nach Gräberfunden auf Vettelschoßer Gebiet reicht die Besiedelung in vorchristliche, germanische Zeiten zurück.

In römischer Zeit lag die Region außerhalb des Reichsgebietes, wenn auch grenznah, denn der Limes als römische Grenzbefestigung reichte bis Bad Hönningen und querte dort den Rhein.

Die älteste heute bekannte Nennung von Vettelschoß stammt aus dem Jahre 1344, als eine "Christina von Vettelschoß" Klausnerin bei der Kirche in Dattenberg wurde.

Der Name "Vettelschoß" wie auch die Flurnamen "Beielsberg" und "Beielswiese" deuten allerdings darauf hin, dass Vettelschoß wahrscheinlich bis in die Zeit der Kunigunde von Bilstein (um 1100) zurückreicht.

Ihre Besitzungen scheinen über Mechtild von Sayn an deren Ministerialen, die Herren von Rennenberg gekommen zu sein, die der Reichsritterschaft angehörten und deshalb abgabenfrei waren.

Postkartenansicht Vettelschoß
Alte Postkarte mit Blick auf Vettelschoß

Zu deren Liegenschaften gehörten Vettelschoß, Kau, Seiferhof, Willscheid, Oberwillscheid und Kalenborn. An diese Herrschaft erinnert in Willscheid der Rennenberger Acker, der 1856 an die Fürsten zu Wied kam. 1418 unterstanden innerhalb der "Hunschaft Lorscheid II. Teil" die Siedlungen und Höfe Kalenborn, Kau, Oberwillscheid und Willscheid, Seiferhof und Vettelschoß (ungefähr heutige Ortsgemeinde) den Herren von Neuerod in Stockhausen bei Germscheid. Sie erwarben hier erheblichen privaten Besitz, den Peter von Neuerod aus Oberplag 1540 "Gott und der heiligen Kirch bei Asbach" vermachte. Die Asbacher Kirche behielt diesen Besitz bis zum Jahre 1913.

Seit 1965 befand sich dort der in den 80er Jahren aufgegebene Aussiedlerhof des Landwirts Johannes Kröll, der "Klaushof", der heute im Besitz der Familie Wirtgen ist. Nachfolger der Herren v. Neuerod wurden die Monts von Neustadt, die wiederum 1700 ihre Gerechtsame und Besitzungen an die Grafen von Nesselrode-Ehreshofen verkauften. In Folge der Säkularisation kam dann die "Vettelschosser - oder Lorscheider Hunschaft II. Teil" aus der weltlichen Oberhoheit des Kurfürstentums Köln an die Fürsten zu Wied, 1806 an Nassau-Usingen und 1815 an Preußen, das alle Gerechtsame und Privilegien aufhob.

Dabei kam der "kurkölnische Wald", der zwischen Vettelschoß und dem Linzer Gebiet lag, durch Losentscheid an die Gemeinde Elsafftal, der Willscheider Berg an die Gemeinde Vettelschoß. Bis zum Ende des zweiten Weltkriegs gehörte das Gebiet zur preußischen Rheinprovinz und danach zum neu gegründeten Bundesland Rheinland-Pfalz.

Bis zur Verwaltungsreform im Jahre 1970 gehörte die Gemeinde Vettelschoß zum Amt Neustadt. Die Amtsverwaltungen wurden aufgelöst, die Ortsgemeinde Vettelschoß wurde zur Verbandsgemeinde Linz umgegliedert.

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Wappen

seit 1983 gültig.

- Das Flammschwert ist Symbol für den Erzengel Michael,

- das Hufeisen für die frühere Haupterwerbsquelle Landwirtschaft,

- die Basaltsäulen für den Bergbau und die Nachfolgeindustrie.

Geschichte der Gebietszugehörigkeit Vettelschoß

- Im 9.-12. Jahrhundert verschiedenen Gebietsordnungen unterstellt.

- Bereits im 13. Jahrhundert heutige gemeindliche Struktur anlässlich der Klostergründung Heisterbach und St. Katharinen.

- 1344 erste urkundliche Erwähnung.

- 1418 Verwaltungseinheit Hunschaft Lorscheid II, politisch zum Kurfürstentum Köln gehörig.

- 1803 an die Fürsten zu Wied.

- 1806 an die Fürsten zu Nassau-Usingen.

- 1815 an das Königreich Preußen.

- Nach 1945 zu Rheinland-Pfalz, Amt Neustadt Wied.

- Ab 1970 durch Reform zur Verbandsgem. Linz.

 
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